Erinnerungen an Alfred King
Anja 3. Februar 2011
Erinnerungen an Alfred King
Als am Sonntag 7.2.10 Juliane King mich am Handy anrief und nach einigen belanglosen Sätzen mir sagte, daß sie mir eine schlechte Nachricht hätte, war mir sofort klar, daß es um Alfred King ging. Es war für mich, obwohl ich von seiner schweren Krankheit wusste, doch überraschend.
Auch war es für mich selbstverständlich zu seiner Beerdigung am 9.2.10 zu fahren. Auf der Fahrt dorthin hatte ich Zeit über Alfred nachzudenken.
Mein Mann und ich lernten Juliane King kennen, als wir unseren ersten Basenji Amalita in Köln bei Familie Clemens abholten. Damals im Jahre 1989 gab es noch nicht so viele Basenjis und wir beschlossen, da wir beide in Süddeutschland wohnten, uns immer wieder zu treffen. Aus diesen Treffen wurde dann auch eine enge Freundschaft.
Bei diesen Treffen lernten wir Alfred als einen besonderen Menschen kennen. Alfred konnte nach dem Essen aufstehen sich auf das Sofa legen und sofort einschlafen, egal wie viele Leute da waren und egal wo er war. Er war ein konsequenter Mensch. Eine Begebenheit war so typisch für ihn: Wir waren im Wald bei Lauterbach spazieren, da kam ein schweres Motorrad angefahren. Der Fahrer hielt und fragte durch seinen Sturzhelm Alfred, wo denn der Weg nach Lauterbach wäre. Alfred hielt ihm sofort eine Standpauke, daß auf Waldwegen kein Motorrad gefahren wird (er war selbst leidenschaftlicher Motorradfahrer). Nach dieser Standpauke nahm der Motorradfahrer den Helm ab, es war sein Bruder, der ihn auf die Schippe nehmen wollte. Alfred war sich für keinen Spaß zu schade. Auch als Dieter seinen 40. Geburtstag nicht feiern wollte und in den Schwarzwald flüchtete, war es für Alfred und Juliane ein Spaß als Landstreicher verkleidet Dieter mit Fam. Grewe und Fam. Hochwald zu überraschen.
Als der Basenji Klub 1992 neu formiert werden musste, war Alfred mit Rat und Tat und der einen oder anderen Spende mit von der Partie. Als es damals galt, die Ämter neu zu besetzen, hat sich Alfred sofort zur Verfügung gestellt
Auch war Alfred oft bei Ausstellungen dabei und wie stolz war er, als Balu der erste Basenji war, der Best in Show machte. Die Ausstellungen waren immer schön und der Schwarzwälder Speck und die Schwarzwurst, die Juliane und Alfred in ihrem Hundewagen hatten, waren legendär. Auch die Ausstellungen in Hedeper waren dank Alfred unvergessen. Ich denke vor allem auch an die Übernachtung in den „Bungalows“ der ehemaligen DDR, als so mancher von uns durch die Betten brach.
Wir waren immer gern gesehene Gäste bei ihm und wir konnten immer bei Ihnen übernachten. Als meine Tochter anfing Mineralien zu suchen, waren wir sehr oft bei Ihnen, da sich meine Tochter für die Schwarzwaldmineralien entschieden hat. Alfred hat Rebekka sehr gern gemocht und hat sie, als sie älter war, oft mit dem Motorrad mitgenommen.
Wir waren auch im letzten Mai wieder in Lauterbach und es war für mich ein Schock, wie schlecht es Alfred ging. Einige Tage später erfuhr er dann von seiner Krankheit.
Alfred verstarb am 5.2.10 an einem Gehirntumor. Wir werden ihn vermissen.
Monika, Dieter, Rebekka, Fabian und Bastian Häckh




